Depression

Wie zeigt sich eine Depression?

Vermutlich löst der Begriff Depression direkt ein paar Bilder und Vorstellungen bei Ihnen aus. Der Begriff gehört zu unserem Alltag. Wir verbinden Niedergeschlagenheit, Rückzug, Regenwetter, Wirtschaftskrisen mit Depression. Es geht nicht aufwärts, es blüht nichts auf.

Wenn Menschen unter einer Depression leiden, zeichnen sie sich durch Fehlendes aus. Es fehlt ihnen an Freude, an Interesse, an Energie, an Lebendigkeit. Falls Sie selbst unter einer Depression leiden, werden Sie vermutlich bemerkt haben, dass Sie weniger begeisterungsfähig sind als früher, dass Sie vielleicht gar nicht mehr viel fühlen. An diesen negativen Beschreibungen, die von etwas ausgehen, was eigentlich vorhanden sein sollte, wird deutlich, dass wir eine Depression keineswegs für unseren Normalzustand halten.

Was in Ihren Gedanken auftauchen könnte, wenn Sie eine Depression hätten:

Sie bemerken, dass Sie häufig in  Grübeleien verfallen. Sie beschäftigen sich häufig mit der Vergangenheit, beispielsweise mit Fehlern, die Sie sich vorwerfen. Falls Sie an Zukünftiges denken, werden Ihre Voraussagen pessimistisch sein. Sie sind der Überzeugung, dass alles nur schlimmer werden kann. Denken Sie über sich selbst nach, dann können Sie keinen Sinn in Ihrem Leben erkennen und können sich auch nicht vorstellen, dass Sie einen Wert für andere Menschen haben. Obwohl Sie sehr viel denken, fällt es Ihnen nicht leicht. Sie bemerken, dass Sie sich schlecht konzentrieren können.

Wenn Sie sich in einer Gedankenwelt bewegen, in der die Vergangenheit schlecht war, die Zukunft schlimm werden wird, und Sie selbst keinen Wert haben, dann stellen sich manchmal auch Selbstmordgedanken ein.
Die Gedanken gelten aus heutiger Sicht als ein wichtiger Motor der Depression. Wenn Sie möchten, dass Ihre Depression Ihnen nicht Ihr Leben vermasselt, tun Sie gut daran, mit Ihren Gedanken zu arbeiten.

Wie Sie Ihre Gefühle beschreiben würden, wenn Sie eine Depression hätten:

Vermutlich würden Sie über Traurigkeit berichten, es könnte aber auch sein, dass Sie sagen würden: „Ich kann gar nicht mehr trauern. Ich bin irgendwie niedergedrückt und fühle sonst eigentlich gar nicht mehr viel.“ Viele Menschen fühlen sich in diesem Zustand einsam und verletzlich. Schuldgefühle werden genannt. Dahinter verbergen sich Gedanken, an etwas Schuld zu tragen und Gefühle von Scham und Hilflosigkeit und auch Ärger über sich selbst. Wenn Sie viel darüber nachgrübeln müssen, was Sie in der Vergangenheit falsch gemacht haben, werden sich auch Gefühle von Unzufriedenheit und Minderwertigkeit einstellen. Eine als schlimm und finster vorgestellte Zukunft, löst folgerichtig Angst vor dieser Zukunft aus.

Wie Ihr Körper wahrscheinlich reagiert, wenn Sie eine Depression haben:

Auch der Körper reagiert sehr heftig, während einer Depression. Sie leiden unter Schlafstörungen aller Art: Sie können nicht einschlafen. Sie wachen nachts auf und finden nicht wieder zurück in den Schlaf. Morgens früh, wenn Sie sich früher noch einmal umgedreht hätten, sind Sie hellwach. Verschiedene Schmerzzustände quälen Sie, vor allem Magenschmerzen und Kopfschmerzen. Sie spüren eine seltsame innere Unruhe bei gleichzeitiger Trägheit und Unlust sich irgendwie zu bewegen.

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